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Bologna-Prozess

Wissen kennt keine Landesgrenzen mehr, denn Studierende sind mobiler als je zuvor. Internationalisierung ist der Schrittmacher für die Entwicklung und Modernisierung des Hochschulwesens.

Gemeinsam mit seinen europäischen Nachbarn hat sich Deutschland daher 1999 in der italienischen Stadt Bologna das Ziel gesetzt, bis zum Jahre 2010 einen gemeinsamen europäischen Hochschulraum zu schaffen. Inzwischen beteiligen sich 47 europäische Staaten an der Reform.

Kernelemente der Reform sind gestufte Studiensysteme aus Bachelor und Master mit europaweit vergleichbaren Abschlüssen. Charakteristisch für das neue Modell sind die Aufteilung der Lerninhalte in Module (Modularisierung), ein neues Bewertungssystem (ECTS) und einheitliche Zeugnisse (Diploma Supplement). Laut Hochschulrektorenkonferenz waren im Wintersemester 2011/2012 85 Prozent aller Studiengänge an deutschen Hochschulen auf das Bachelor-/ Mastersystem umgestellt.